Zentrum Innere Führung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Zentrum Innere Führung
— ZInFü —
Wappen

Wappen
Aufstellung 1. Oktober 1956
Land DeutschlandDeutschland Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr Kreuz.svg Bundeswehr
Stärke 209 (militärisch und zivil)
Unterstellung BMVg Bundesministerium der Verteidigung
Standorte DEU Koblenz COA.svg Koblenz
Motto „Dem Menschen verpflichtet“
Auszeichnungen Flag of Rhineland-Palatinate.svg Fahnenband
Rheinland-Pfalz (1992)
Kommandeur
Kommandeur Generalmajor Reinhardt Zudrop
stellvertretender Kommandeur Brigadegeneral Wolfgang Richter

Das Zentrum Innere Führung (ZInFü) ist eine militärische Dienststelle der Bundeswehr zur Schulung von zivilem und militärischem Personal und Forschung in Fragen, welche die Innere Führung betreffen.

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Zentrum versteht sich als Ausbildungseinrichtung für Unternehmenskultur, Führungsphilosophie und das soldatische Berufsbild. Es dient im Auftrag des Generalinspekteurs der Bundeswehr (GenInspBw) der Fortentwicklung der Führungskonzeption der Bundeswehr, Inneren Führung, und vertritt diese auch nach außen. In Koblenz werden militärische und zivile Führungskräfte aus der Wirtschaft einsatzorientiert in den Bereichen Menschenführung, Politische Bildung, Recht und soldatische Ordnung ausgebildet. Darüber hinaus fungiert das Zentrum als Zentrale Ausbildungseinrichtung für die Rechtspflege der Bundeswehr (ZAR). Nicht zuletzt beschäftigt es sich mit der inneren und sozialen Lage der Streitkräfte und mit sicherheitspolitischen Fragestellungen.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Zentrum ist seit 1. August 2017 direkt dem Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) unterstellt.[1] Truppendienstlich untersteht das Zentrum Innere Führung dem Generalinspekteur der Bundeswehr, fachlich der Abteilung Führung Streitkräfte im BMVg.

Dem Kommandeur des Zentrums im Rang eines Generalmajors unterstellt sind der stellvertretende Kommandeur und Beauftragte für Ausbildung und Erziehung (BEA) im Rang eines Brigadegenerals, der Beauftragte für die Rechtsausbildung in den Streitkräften, der Rechtsberater, das Controlling und der Chef des Stabes.

Dem Chef des Stabes sind unmittelbar nachgeordnet das Stabsquartier, drei selbständige Bereiche und vier Abteilungen des Zentrums:[2]

  • Bereich Beauftragter für Ausbildung und Erziehung (BEA)
  • Bereich Konzeption und Weiterentwicklung
  • Bereich Innere und Soziale Lage
  • Abteilung Menschenführung
    • Bereich Coaching
    • Dezernat Grundlagen Menschenführung
    • Dezernat Lehre Menschenführung
  • Abteilung Politische Bildung
    • Bereich Internationale Kooperation
    • Dezernat Grundlagen Politische Bildung
    • Dezernat Lehre Politische Bildung
    • Dezernat Zentrale Koordinationsstelle Interkulturelle Kompetenz (ZKIkK), Zentrale Ansprechstelle für Ethikausbildung, Seelsorge, Religion
  • Abteilung Recht
    • Bereich Grundsatz und Steuergruppe Zentrale Ausbildungseinrichtung für die Rechtspflege der Bundeswehr (ZAR)
    • Bereich Lehre Zentrale Ausbildungseinrichtung für die Rechtspflege der Bundeswehr (ZAR)
    • Bereich Lehre Recht und Soldatische Ordnung
    • Dezernat Grundlagen Recht und Soldatische Ordnung
  • Abteilung Führung

Dem Zentrum unterstehen seit Juli 2014 das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften (ZMSBw) in Potsdam mit dem Militärhistorischen Museum (MHM) in Dresden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Zentrum wurde 1956 als Schule der Bundeswehr für Innere Führung (InFüSBw) in Köln gegründet und 1957 nach Koblenz verlegt. Entscheidenden Anteil an der pädagogischen Konzeption hatte der Baudissin-Mitarbeiter Günter Will. Gerhard Möbus war der erste wissenschaftliche Direktor. 1981 wurde sie in Zentrum Innere Führung umbenannt. An der Außenstelle Strausberg sind seit 1994 die Lehrbereiche Politische Bildung und Internationale Kooperation angesiedelt.

Kommandeure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freundeskreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2006 existiert ein „Freundeskreis des Zentrums Innere Führung“. Er wurde durch den ehemaligen Kommandeur Flottillenadmiral a. D. Ulrich Hundt sowie 42 weitere Personen gegründet.[3] Zu den Mitgliedern des Freundeskreises gehören u. a. der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr General a. D. Wolfgang Schneiderhan, der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit Oberst d.R. Frank-Jürgen Weise und die ehemalige Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages Claire Marienfeld. Hundt folgten die ehemaligen Kommandeure Brigadegeneral a. D. Hans-Christian Beck und 2013 Brigadegeneral a. D. Alois Bach.

Gemeinsam mit dem Zentrum Innere Führung und der Karl-Theodor-Molinari-Stiftung organisiert er ein regelmäßiges Kolloquium.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das Zentrum Innere Führung stärken, aufgerufen am 24. Juli 2017.
  2. Dienststellen der Streitkräftebasis: Struktur des Zentrums. Abgerufen am 4. August 2017.
  3. Albrecht Müller: Arbeitstier – Immer in Rotation, in: Y – Das Magazin der Bundeswehr, Ausgabe 2007.

Koordinaten: 50° 20′ 17″ N, 7° 37′ 8,5″ O